Ute Behrend
* 1961 in Berlin, lebt und arbeitet in Köln
Nach einer Schreinerlehre in Braunschweig studierte Ute Behrend Fotodesign an der FH Dortmund, wo sie 1993 ihr Diplom erhielt. Im Jahr 2008 folgte ein Lehrauftrag an der Fachhochschule Bielefeld.
Seit 1995 stellt sie regelmäßig im In- und Ausland aus, u. a. bei Paris Photo im Grand Palais (2012) oder in der SOHO Photogallery, New York (2022). Behrend wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Fotobuchpreis und der Julia Margaret Cameron Award, und u. a. mit Stipendien des Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, des DAAD und dem Land NRW gefördert. Sie ist Mitglied im Deutschen Fotorat.
Die Liebe zu den Dingen, mit denen wir leben.
Die Fotoserie richtet den Blick auf die Verbindung zwischen Menschen und Gegenständen – von alten Möbeln bis hin zu scheinbar nutzlosen Objekten. Während Überfluss oft emotionslos bleibt, werden einzelne Objekte zu Trägern von Erinnerung, Identität und Vertrautheit und erfahren eine Wertschätzung, die über ihren praktischen Nutzen hinausgeht. Behrend knüpft an Hannah Arendts Werk „Vita activa“ an, in dem Dinge als Quelle von Stabilität und Vertrautheit beschrieben werden, die Identität stiften. Im Fokus der Arbeit stehen sowohl die Objekte selbst, die mehr sind als bloßer Besitz, als auch die Menschen, die sich über sie verorten. In Diptychen stellt Ute Behrend die porträtierten Personen und ihre jeweiligen Gegenstände als gleichwertige Gegenüber nebeneinander.