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Michael Kohls

* 1983 in Berlin, lebt und arbeitet in Hamburg

Schwarz Weiß Portrait von Michael Kohls. Mann mit lockigen Haaren und Bart, trägt ein dunkles T-Shirt. Er steht vor einer Wand, im Hintergrund sind große Pflanzenblätter.
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Michael Kohls studierte Fotografie und Medien an der FH Bielefeld (2008-2013) und verbrachte ein Auslandssemester an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Von 2011 bis 2016 war er Mitglied und Bewohner im Künstlerhaus Artists Unlimited e. V. in Bielefeld. 2013 erhielt er ein Stipendium des Residenz-Programms vom Atelier de Visu in Marseille.

Seine Arbeiten wurden u. a. im NS-Dokumentationszentrum Köln (2025), im Freiraum vom Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg (2022) und bei der 8th Triennale of Photography Expanded Hamburg (2022) gezeigt. Als freischaffender Fotograf arbeitet er u. a. für DIE ZEIT, Der Spiegel und TAZ. 2024 nahm er an der Masterclass von David Adika an der Jüdischen Kunstschule Berlin teil. 

Etrogim

In seiner Fotoserie geht Michael Kohls der Frage nach, was Zuhause für Jüd:innen in Deutschland heute bedeutet. Jüdische Lebensrealitäten sind vielfaltig und von Migration, Familiengeschichten und gemeinsamen wie unterschiedlichen kulturellen Prägungen durchzogen. Viele Jüd:innen leben zwischen Sprachen, religiösen Traditionen oder säkularen Lebensentwürfen. Ihre Erfahrungen sind häufig generationsübergreifend geprägt von der Shoa und dem Versuch, sich in einem gesellschaftlichen Umfeld zu verorten, das Jüd:innen oft stereotypisiert und historisiert.

In Porträts, Stillleben und räumlichen Aufnahmen sucht Kohls nach Spuren eines Zuhauses, das nicht unbedingt an einen Ort gebunden ist, sondern sich vor allem in Beziehungen, Erinnerungen und kulturellen Bedeutungen zeigt.